Frankreich

Unser Buschtaxi am Strand der Camargue

Frankreich

1.–5. Januar 2016 · Reisetage 1–5

Unser Buschtaxi am Strand der Camargue

Straßburg

1. Januar 2016 · Reisetag 1

Leider ist es in Straßburg so kalt, dass wir nur einen Tag bleiben. Wir schauen uns das Straßburger Münster und dessen Ausstellung an. Es ist bis heute das Wahrzeichen des Elsass. Zudem ist es eines der berühmtesten gotischen Bauwerke. Schon Goethe war begeistert und hat die Gotik als den wahren deutschen Architekturstil gepriesen, obwohl sie doch aus Frankreich kommt. Einzelne Elemente wie der Spitzbogen haben ältere Vorbilder in der islamischen Architektur.  Wir wärmen uns danach in einer Pâtisserie und genießen den ersten Café gourmand – einen Kaffee mit vielen kleinen süßen Leckereien.

Übernachtung: Château de Pourtalès (4) – wir bewerten für zukünftige Reisende die jeweiligen Unterkünfte mit Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend).

Bourg-en-Bresse

2. Januar 2016 · Reisetag 2

Das eigentlich unbekannte Kloster von Bourg-en-Bresse steht den berühmten französischen Klöstern in nichts nach. Sein Prunkstück ist das prachtvolle Grabmal Philiberts II. von Savoyen, genannt ‚der Schöne‘.

Übernachtung: Le Logis de Brou (4)

Nîmes

3. Januar 2016 · Reisetag 3

Es ist immer noch richtig kalt. Mit dem Gedanken „Ab in den Süden“ gelangen wir bis in die südfranzösische Stadt Nîmes. Hannes schwitzt etwas bei der Fahrt mit dem ungewohnt großen Auto durch die engen Gassen, aber nach ein paar Runden finden wir einen Parkplatz fernab des Zentrums.

Das Amphitheater und die Maison Carrée, ein umgewidmeter römischer Tempel, lassen uns in eine andere Zeit reisen. Eine anschauliche Führung mit Audioguide durch das antike Theater erklärt uns den Ablauf der römischen Schauspiele mit ihren Gladiatorenkämpfen und Tierhetzen. Es ist unvorstellbar für uns, wie diese Brutalität in vielen Epochen und Gesellschaften als völlig normal angesehen wurde. Wir gehen herrlich französisch essen und freuen uns über das warme Bett.

Übernachtung: Hotel de l’Amphithéâtre (3)

Camargue

4. Januar 2016 · Reisetag 4

Ganz weit weg, so fühlen wir uns in unserer ersten Nacht im Auto am Strand der Camargue. Unter freilaufenden Pferden, Stieren und Flamingos. Es ist stockdunkel draußen und kein Mensch weit und breit. Wir klappen das Dach auf und probieren alles so aus, wie es uns gezeigt wurde. Die Küche wird mit Pasta eingeweiht. Draußen ist es immer noch bitterkalt, deshalb kuscheln wir uns schon um acht ins Bett.

Wir lauschen dem Meer und unserer Standheizung. Es ist ein komisches Gefühl so ganz allein, aber ziemlich gemütlich. Gegen fünf Uhr morgens windet es so stark, dass Svenja Angst hat, das Auto könnte umkippen. Ans Schlafen ist nicht mehr zu denken. In aller Eile schließen wir das Dach und suchen mit den unglaublich hellen Extrascheinwerfern des Toyo ein stilleres Plätzchen. Bei der Hauruck-Aktion verrenkt sich Hannes den Rücken, als er alleine das Dach aufmachen will. Dank Arnika brauchen wir keinen Arzt, aber es dauert einige Tage, bis er wieder ganz aufrecht gehen kann. Viel später bekommen wir von anderen Reisenden den Tipp, wie man es richtig macht. Sogar Svenja kann es jetzt alleine. Auf dem Rücken liegend, mit den Beinen gegen das Dach drückend, geht es kinderleicht.

Übernachtung: Camping am Strand, Plage de Beauduc (2)

Montpellier

5. Januar 2016 · Reisetag 5

Helene, eine französische Freundin aus Svenjas Kindergartenzeit, wohnt seit einigen Jahren in Montpellier. Der Stopp steht dadurch fest: Wir verbringen einen schönen Tag in der Stadt und genießen ein gutes, lustiges Abendessen zu viert. Hannes ist beeindruckt, wie gut sich Choin, Helenes Mann aus China, mit klassischer Musik auskennt. Die beiden tauschen sich den ganzen Abend rege aus. Hannes ist beeindruckt von Choins Wissen. Unvorstellbar, welch ein extrem tiefgehendes Wissen viele Asiaten über europäische Kultur haben. Helene und Svenja amüsieren sich über die beiden.

Übernachtung: Hotel du Parc (2)